Fischer im Wasser

Chillen in der Java Lagoon

Zeit auszuspannen

 

Auf den Stadttrubel folgt in bewährter Manier die Zeit zum relaxen. Nachdem mir Pangandaran an der Südküste Javas nicht getaugt hat, bin ich noch 8 km weiter gefahren um mir einen Tip des Stefan Loose Reiseführers, das Java Lagoon Hotel, anzuschauen. Er schreibt von einsamen Stränden, völliger Ruhe, schönem Garten und günstigen, gut ausgestatteten Zimmern. Cedric aus de Bretagne ist der Inhaber und betreibt dieses kleine, sehr schön angelegte Resort zusammen mit seiner Frau. Ich bin der einzige Gast, der kilometerweite Strand gehört mir 🙂 Krabbe Java

So verbringe ich hier einige Tage mit lesen, Moped fahren und faulenzen. Mir gehts blendend! Die Art und Weise wie aufmerksam und herzlich die beiden sich um mich kümmern, fühlt sich so an als wäre ich ein Freund des Hauses.

Da mir klar ist das ich euch interessante Impressionen liefern muss und nicht mit Bildern a la Boris beim Lesen am Strand; Ich lesend im Garten, usw. punkten kann, schwinge ich mich auf den Motorroller und erkunde die Gegend.

Attraktionen im Umkreis

 

Um an mein erstes Ziel zu gelangen, stelle ich das Gefährt am Rande eines Dorfes ab und folge 20 Minuten einem schmalen Pfad durch den Urwald. So gelangt man an die Quelle des Flusses Citumang. Kurz vorm Ziel treffe ich auf eine kleine Gruppe samt Guide und schließe mich ihnen gegen einen Obolus an.

Er zeigt uns von welchen Felsen man ins Wasser springen kann, wohin man sich treiben lassen sollte oder auch nicht. Wir schwimmen in eine stockfinstere Höhle und staunen nicht schlecht als er uns durch einen Wasserfall schwimmen lässt um dahinter in eine Tropfsteinhöhle zu gelangen. Zu guter letzt springen wir aus acht Metern, ins kühle Nass und schwingen unsere nicht ganz so trainierten Körper wie Tarzan an Lianen ins Wasser.

Dann, als wir uns ein paar hundert Meter den Fluss hinunter treiben lassen, fängt der indonesische Guide plötzlich an zu singen: Hänschen klein, ging allein, in die weite Welt hinein…  Viel weiter kann ich den Text nicht – er schon 🙂Fluss Citumang

Die Fahrt Richtung Batu Karas (Surferparadies) findet unter einem Wolkenbruch statt. Der Spot ist ein Traum zum surfen. Die Wellen brechen immer an der selben Stelle und lassen einen bis zu 350 m darauf reiten. Leider sind kaum Wellen vorhanden, sonst hätte ich mit einem riesen Anfängerboard den Profis den Spaß verdorben.

Zuletzt besuche ich noch eine Schildkröten Aufzuchtstation. Hier werden kranke aufgepäppelt und kleine fürs große Meer vorbereitet. Beim Rückweg komme ich an den drei Jungs im Video vorbei und werde auf eine frische Kokosnuss eingeladen.

Nach 4 Tagen heisst es wieder Sachen packen und weiterreisen. Der liebenswerte Cedric fährt mich wie selbstverständlich nach Pangandaran, von wo aus mein Bus abfährt.


Endstation Jakarta

 

Meine letzte Station führt mich wieder an den Beginn meiner sechs Wöchigen Reise – nach Jakarta.

Hier verbringe ich mehrere Tage krank in meinem Hostel. Was mir jedoch während den wenigen Stunden in denen ich mich in Jakarta umsehe begegnet ist krass! Der Verkehr rollt wie eine nimmer endende Lawine. Eine der Straßen zu überqueren gleicht einer Heldentat. Der Fluss Ciliwung, welcher mitten durch die Stadt fliesst ist grün-braun, seine Ausdünstungen brennen mir in den Augen. Das Wasser stinkt unbeschreiblich, und doch dient es den Bewohnern als Toilette, Dusche, zum Zähne putzen und Wäsche waschen. An allen Ecken wird in dieser Brühe geangelt. Die Vorstellung einen dieser Fische zu Essen dreht mir den Magen um.

 

Die Reise war für mich eine der prägensten Erfahrungen die ich bisher machen durfte! Trotz anfänglicher Bedenken allein zu reisen, fühlte ich mich nie einsam.

Vielen Dank an all die wunderbaren Menschen denen ich während dieser Zeit begegnet bin!


Eine lange Reise hört nicht am Ziel auf. Ein Stück von uns wird im Geiste immer weiterreisen.

Andreas Bechstein

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