Highlights der Nordinsel Neuseelands

Vor eineinhalb Monaten in der grössten Stadt Neuseelands gelandet, finden wir innerhalb weniger Tage das passende Auto, kaufen im Baumarkt (Warehouse genannt) alles, was an Interieur noch notwendig ist und machen uns alsbald auf den Weg die Nordinsel zu erkunden.

Carry trägt uns während der kommenden Wochen unermüdlich an die schönsten Orte und ist uns eine Herberge in den oftmals noch kalten Nächten im Spätfrühling Neuseelands.

Eindrücke, die besonders in Erinnerung bleiben werden möchte ich jetzt mit euch teilen.

Cape Reinga

Hierbei handelt es sich um den nordwestlichsten Punkt Neuseelands, dort wo die Tasmanische See auf den Pazifischen Ozean trifft.

Ein Naturschauspiel, bei dem Wellen aus allen Richtungen aufeinandertreffen.

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Ausserdem steht unweit des Leuchtturms der berühmte Pohutukawa Baum, von dem die Maori sagen, dass sich die Verstorbenen von ihm aus auf ihre letzte Reise in das Heimatland ihrer Ahnen (Hawaiiki) begeben.

Ein wahrlich magischer Ort!

Twilight – Te Werahi Loop Track

 

Als Einstimmung auf das, was bei einer Neuseelandreise noch so an Landstrichen kommen wird, ist dieser Wanderweg ein guter Vorgeschmack.

Auf den 16 Kilometern durchquert man anfangs Schaf- und Rinderweiden, durchläuft auf Holzdielen ein Sumpfgebiet und nimmt sich kurz darauf die Schuhe von den Füssen, um auf Sanddünen weiterzulaufen. Diese D gehen über in den „Ninety Mile Beach“, der sich in Wirklichkeit nur über läppische 55 Meilen (88 km) entlang der Westküste Northlands erstreckt.
Anschliessend steigen wir auf den Herangi Hill wo Sandskulpturen und Gesteinsformationen wie eine Mondlandschaft wirken.

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Noch nie habe ich auf so engem Raum eine derart abwechslungsreiche Landschaft erlebt.

Die Kauri-Baum Riesen

Fährt man entlang der Westküste in Richtung Süden kommt man ca. 10 Kilometer nach Waimamaku an den Ort an dem zu Jesu Zeiten der höchste Kauri-Baum Neuseelands seine Wurzeln geschlagen hat. Mit 51,5 Metern Höhe und einem Durchmesser von 4,4 Meter kann man „Tane Mahuta“ zweifelsohne einen Riesen nennen.

 

Sein kleiner Bruder hört auf den Namen „Te Matua Ngahere“ und ist mit einem Umfang von 16,41 (5,2 m Durchmesser) Metern eher in die Breite gewachsen. Auf ihm leben übrigens ca. 50 Pflanzenarten.

Die Three Sisters

Bei Ebbe kann man nahe dem Dorf Tongaporutu auf schwarzem Sand durch Höhlen und zu den „Three Sisters“ laufen, drei imposant beieinanderstehende Felsen. Einigen wird die Kulisse bekannt vorkommen, da hier u.a. Das Piano von Jane Campion gedreht wurde.

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Nördlicher Tongariro-Rundwanderweg

Im Tongariro Nationalpark begeben wir uns auf den hiesigen Great Walk. Auf einer Strecke von insgesamt 48 Kilometern umrunden wir innerhalb von drei Tagen den Vulkan Mt. Ngauruhoe, der allein im 20. Jahrhundert 45 mal ausgebrochen ist und damit zu den aktivsten Vulkanen unserer Erde zählt.

Der letzte Ausbruch ist 1975 gewesen. Unsere Hüttenrangerin verabschiedet uns am Morgen vor dem Aufstieg mit den Worten: „Die nächste Eruption ist längst überfällig!“ und grinst dabei verschmitzt. Na toll!

Das Wetter macht uns bei dem alpinen Teil der Strecke einen Strich durch die Rechnung und lässt uns in dichten, regen beladenen Wolkendecken umhergeistern. Der Ausblick in den Vulkankrater sowie auf einige der tiefblauen Seen bleibt uns leider verwehrt. Stattdessen versuchen wir unsere Laune nicht dem Grau der Umgebung anzupassen.

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Nachdem wir auf Vulkangeröll wieder einige Meter hinabgestiegen und gerutscht sind, bessert sich die Sicht und wir trauen unseren Augen kaum, doch seht selbst.

emerald-lakes
Emerald Lake

Wir befinden uns in Mittelerde, genauer gesagt in Mordor, am Fusse des Schicksalsberges (Mt.Ngauruhoe).

Hier wurden einige imposante Szenen der „Herr der Ringe“ Trilogie gedreht.
Hinter jeder Ecke befürchte ich einen Ork, den hinterlistigen Gollum oder einen Zwerg. Leider, oder auch zum Glück begegne ich keinem der Geschöpfe. Immer wieder erwische ich mich jedoch selbst in gebückter Haltung, vorwiegend an Bächen und Wasserfällen verweilend, beim Dialog mit meiner anderen Persönlichkeit – einen imaginären Ring in den Händen haltend. Marie kann darüber nur müde schmunzeln.

Erschöpft kommen wir am Ausgangspunkt an und ruhen unsere Knochen erst einmal zwei Tage auf einem Campingplatz aus. Dann geht es weiter ganz in den Süden der Nordinsel. In die Stadt, die als die windigste und vielleicht auch schönste ganz Neuseelands gilt.

Wellington

Rotorua und Tauranga

In der Stadt Rotorua brodelt es gewaltig. Aufgrund der geothermischen Aktivität stinkt und blubbert es alle paar Meter aus der Erde.

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Tauranga ist einer der beliebtesten Ferienorte der Neuseeländer. Ein ewig langer, feiner Sandstrand sowie hippe Bars und Cafés locken die Menschenmassen während der Urlaubstage hier her.

 

Hier noch weitere Fotos:

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War jemand von euch schonmal in Neuseeland? Kennt ihr Orte die man unbedingt besuchen sollte? Nur her damit!

 

 

4 Kommentare zu “Highlights der Nordinsel Neuseelands

  1. Wir wünschen Euch schöne Weihnachten

  2. Wunderbar, Euren Bericht zu lesen und Orte zu sehen, an denen ich vor fast 20 Jahren war – Sehnsucht!
    Kann mich leider nicht mehr an allzu viele Einzelheiten erinnern, aber hier habe ich seinerzeit superleckere Blueberry Pancakes gegessen: Waikokopu Café (heißt jetzt Whare Waka) in Waitangi. Lt. TripAdvisor gibt es dort auch den besten Flat White der Nordinsel, nur kannte ich das damals noch nicht. Ob er besser ist als im No. elf in KN?? Ganz idyllisch fand ich die Coromandel Peninsula auf der Nordinsel, beeindruckend das Te Papa Museum in Wellington. Aber vielleicht seid Ihr ja auch schon auf der Südinsel. Da erinnere ich mich an Abel Tasman Nationalpark und Milford Sound. Damals hatten wir Glück mit dem Wetter: strahlender Sonnenschein – und in der Ferne, am Ende des Fjords, sah man die einsame Fontäne eines Wals. Werde ich nie vergessen. Euch eine wunderschöne Zeit, Sabine & Co., die Nachbarn aus dem Freibürgleweg

    • Super Tipps Sabine, danke hierfür!
      Ein paar Orte, die du in deinem Kommentar erwähnst, haben wir uns auch angesehen. Einen Wal sahen wir leider nicht, dafür aber andere bezaubernde Meeresbewohner 🙂

      Liebe Grüsse!

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