Ketambe Aussicht

Jungletrekking im Gunung Leuser Nationalpark

Ketambe – Into the wild!

 

Foto mit dem Jeep nach KetambeVon Mario, einem Schweizer und seiner indonesischen Frau mitgenommen, durchfahren wir (Charles aus Canada und ich) die Prärie in einem Jeep. Jedes andere Autoformat wäre suboptimal, da die Straßen oftmals mehr aus Löchern als aus ebene Fläche bestehen. Nach einer sechsstündigen fahrt, checken wir erschöpft im Friendship Guesthouse beim äußerst liebenswürdigen Ahmad ein.

Während Charles sich mit dem günstigen Bungalow zufrieden gibt, denk ich mir sch…. drauf und lass mich für 7 €uro die Nacht im Luxus Bungalow nieder :). Nach einem Bad im Alas Fluß und einem reichhaltigen Vesper mit prickelndem Kaltgetränk ist Schluss für heute.


Der Dschungel

 

Ketambe JungleUm 9 Uhr geht es mit unseren Guide Safar zu Fuß los in den Regenwald. Nach 15 Minuten befinden wir uns in einer anderen Welt. Hier vergisst man sofort alles unwichtige und ist dankbar einige Stunden in diesem Biotop zwischen Riesenasseln und Orang-Utans verbringen zu dürfen.

Während unserer Tour durch den Wald zeigt uns Safar seine Heimat, hier ist er aufgewachsen. Wo sich die Tiere und Pflanzen befinden, die uns Touristen nie vor Augen gekommen wären, weiss er genau. Auch die wild lebenden Orang-Utans können sich nicht ewig vor uns verstecken. Zwei von diesen wunderschönen Geschöpfen durften wir nach langer Suche in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

Als Lastträger angefangen, hat er sich durch zuhören die englische Sprache weitestgehend angeeignet. Nun führt er mit seinen 18 Jahren die Interessenten aus aller Welt durch diesen Irrgarten und kocht zusammen mit seinem Freund Speedy, dem Träger, leckere Mahlzeiten. Holz fürs Feuer hat es hier genug, man muss nur wissen wo. Die beiden bewirten uns besser als in so manchem deutschen Restaurant mit einer Herzlichkeit die in Deutschland selten zu finden ist.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bevor wir vier in einer Hütte aus Plastikfolie unter Sternenhimmel schlafen gehen, reden wir noch lange am Lagerfeuer.

Safar, gehört dem Volk der Gayo an und ist ca. einmal im Monat als Guide tätig. Die anderen Tage hilft er Ahmad im Guesthouse oder sucht etwas das er am Straßenrand den wenigen vorbeifahrenden verkaufen kann (Früchte, Kakaobohnen usw.). Sein Radius in dem er sich bisher bewegt hat ist ca. 25 km um Ketambe. Städte über 500 Einwohner kennt er nicht.

Ich hab ein schwer zu beschreibendes Gefühl, als ich ihm versuche zu erklären wie es außerhalb des Urwalds aussieht und zugeht. Reisen würde er auch gerne. Sein Traum ist einmal ein eigenes Guesthouse in Ketambe zu haben und Europa zu sehen – dafür will er hart arbeiten. Bei einem Monats Durchschnittslohn von ca. 130 € kein leichtes Vorhaben. Ich hoffe ihn eines Tages selbst als Gast bewirten zu dürfen.
Die Nacht ist stockfinster und laut! Glühwürmchen schwirren umher, es surrt, knackt, der Fluß rauscht und hin und wieder mal der Schrei eines Affen. Ich falle mit vielen Gedanken im Kopf in einen unruhigen Schlaf.

Am nächsten Morgen hängt mir ein Egel am Fuß und saugt sich genüsslich voll. Charles hat Durchfall, weswegen wir die Tour vorzeitig abbrechen müssen. Auf dem Rückweg führt uns Safar und Speedy noch an tolle Aussichtspunkte.

Ich kann jedem uneingeschränkt empfehlen in Ketambe bei Ahmad (oder später bei Safars Guesthouse) einzuchecken und diese Welt zu erleben!riesiges Blatt

0 Kommentare zu “Jungletrekking im Gunung Leuser Nationalpark

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*