Paradies - Pulau Weh

Raus aus dem Dschungel und rein ins Paradies – Pulau Weh

Raus aus dem Dschungel…

 

Gut gelaunt sitze ich gegen 9 Uhr mit meinen Mitstreitern Alex und Max aus Deutschland am Straßenrand und warten auf einen Minibus nach Banda Aceh. Die Busse operieren hier nicht nach einem Zeitplan wie wir es aus Deutschland kennen – sie fahren los wenn der Bus voll bzw. gut belegt ist.

Nach einer Stunde Wartezeit kommt dann einer dieser mit 9 Sitzplätzen ausgestatteten Fahrzeuge vorbei und lädt uns ein. Wir machen es uns auf der hintersten Bank gemütlich. Die Fahrt führt uns grösstenteils über nicht asphaltierte Wege und unzählige Serpentinen entlang durch Dörfer und schöne Natur. Immer wieder steigen Leute ein und aus, transportieren Hühner, Gemüse und andere Handelsgüter. Für ein paar Stunden sitzen insgesamt 16 (in Worten: sechzehn)  Personen (12 Erwachsene und 4 Kids) wie Sardinen in der Büchse eng aneinander geschmiegt im Bus.
Eigentlich möchte ich gar nicht viel über diese Fahrt schreiben, da ich merke wie meine Laune rapide sinkt wenn ich nur daran denke.Strecke von Ketambe nach Banda Aceh
Darum in Kürze: Wir sind dem sicheren Tod während dieser Fahrt mehrere Male von der Schippe gesprungen. An Schlaf war nicht zu denken. Der Fahrer war die letzten 20 Km auf Koks (Das Puder hat er am Strassenrand von einem Kollegen bekommen und sich ungeniert reingezogen).

 

Nach 19 Stunden um 5 Uhr Morgens kommen wir völlig gerädert aber lebendig am Hafen von Banda Aceh an. Die Muezzine rufen von überall ihre Glaubensbrüder zum Gebet während ich am Pier sitze und mir wünschte diese Situation mit einer geliebten Person teilen zu können.Fähre Hafen von Banda Aceh


…und rein ins Paradies – Pulau Weh

 

Einem Bett entgegensehnend, liegen wir (Max, Alex und ich) am Fähranleger nach Pulau Weh. Mit Schlaf, Kaffee und einem kleinen Frühstück überbrücken wir die 4 Stunden bis die Schnellfähre ablegt.

Begleitet von Delphinen erreichen wir nach knapp einer Stunde die Insel, von wo aus es mit Becaks nach Iboih weiter geht.Mit Becak nach Iboih

Nachdem ich mir für 10 Tage einen Bungalow direkt am Wasser gebucht habe, wollte ich mich noch über einen Open Water Diver Kurs informieren. Zwei Stunden später finde ich mich mit meinem Tauchlehrer Pablo (Rubiah Tirta Dive Center), einer Maske und Gasflasche auf dem Rücken, bei der ersten Lektion unter Wasser wieder.

Die nächsten Tage verbringe ich größtenteils bei meinen neuen Freunden, den Fischen, um 3 Tage später die Tauchprüfung zu bestehen („terima kasih Pablo!“).

Unter Wasser vergisst man von einem Moment auf den anderen alles um sich herum. Hier bin ich Gast in einem Lebensraum der nicht für Menschen gemacht ist. Und ich komme aus dem staunen nicht mehr heraus, denn hier gibt es so einiges zu sehen! Feuer-, Trigger-, Clownfische, Moränen, Mantas, Schildkröten, Thunfische aber auch Haie sind keine Seltenheit.

Während ich aufmerksam das bunte Treiben beobachte,  pruste ich vor Freude immer wieder Blasen aus meinem Mund und frage mich ob man, wenn die Blasen die Oberfläche erreichen, mein Lachen hören kann?!

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Hier ist alles etwas ruhiger, die Leute sehr freundlich und aufgeschlossen. Man fühlt sich binnen kürzester Zeit als ein Teil der Iboihfamilie. Die Abende sind ruhig. Man sitzt gemütlich mit anderen in einem der zahlreichen Restaurants/Bars und unterhält sich bei Speis und Trank über die Reiseerfahrungen oder die Unterwasserwelt. Pulau Weh ich komme wieder – versprochen!

P.S. vergesst nicht Mama Mia einen Besuch abzustatten 🙂

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